In diesen Wäldern ermordeten die deutschen Besatzer zwischen 1939 und 1942 mehrere tausend Polen aus dem Gebiet des geutigen Wielkopolskie stammend im Rahmen von geheimen und Massenhinrichtungen. Es waren: Aufständische vom Großpolenaufstand, Professoren der Universität Poznań, Studenten, Pfadfinder, Lehrer, Geistliche, Gutsbesitzer, Beamte, soziale und politische Aktivisten. Sie starben nur, weil sie Polen waren.

Polnische Staatsbürger wurden von Offizieren der deutschen Polizeiformationen - Einsatzgruppen - ermordet. Sie agierten im Rahmen einer Völkermord-Operation unter dem Tarnnamen „Tannenberg“. Die Aufgabe dieser Formationen war die physische Beseitigung der polnischen Führung in den ersten Monaten des Zweiten Weltkriegs. Ab 1940 führten die Beamten der Posener Gestapo die Liquidationsaktionen durch. Deutsche Einwohner von Zakrzewo und Umgebung waren die Täter dieser Morde.

Um die Spuren des Verbrechens zu verwischen, wurden Mitte des Jahres 1944 die Körper der Opfer von den Deutschen aus den Gräbern geholt und auf speziellen Scheiterhaufen verbrannt. Die Überreste wurden umgebettet. Die Aktion wurde vom deutschen Sonderkommando Legath im Rahmen der „Aktion 1005“ durchgeführt.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurden in den Wäldern von Palędzie, Dąbrówka bei Zakrzewo achtzehn Massengräber gefunden und identifiziert. Einem Teil von ihnen wurde gedacht. Diese sind: das Grabfeld der Geistlichen, das Grabfeld der „sieben Gräber“, das Grabfeld der Studenten der Universität Poznań und das „vergessene Grabfeld“. Die genaue Zahl der in diesen Wäldern ermordeten Polen ist unbekannt. Es wird geschätzt, dass hier mehrere bis mehrere tausend Opfer ermordet wurden.